Veranstaltungen

Wir möchten das kulturelle Angebot in der Region durch Konzerte, Lesungen und Filmeabende bereichern. Hier seht ihr was als nächstes auf euch wartet.

Konzert: John Craigie (Songwriter / USA)

Eintritt: Frei / Hut

22.10.22 - 20:00

JOHN CRAIGIE entwuchs als Musiker der Folk-Szene in Santa Cruz, wo er viele Jahre seines Lebens verbrachte. Dort studierte er Medizin und war Teil der Band „Pond Rock“, welche vor allem auf privaten Hauspartys auftrat. Mit seinem Umzug nach Portland konnte JOHN CRAIGIE endlich auch auf größeren Bühnen Fuß fassen. Sein absoluter Durchbruch gelang 2017, als er zusammen mit Jack Johnson, welcher eher zufällig auf ihn aufmerksam wurde, auf große USA-Tour ging. Der Stil von JOHN CRAIGIE orientiert sich stark am klassischen amerikanischen Folk und wird durch Einflüsse aus Bluegrass und Countrymusik ergänzt. Eine beachtliche Diskografie von mittlerweile sechs Studioalben kann der fast 40-jährige Künstler bereits aufweisen. Seine Texte sind gefühlvoll gestaltet und geben tiefen Einblick in die Gefühls- und Lebenswelt des Songwriters. Mit der Corona Pandemie und seinem im Zuge dieser entstanden achten Album „Mermaid Salt“ erleben wir diese Gefühlswelt nochmals auf völlig neue Weise. Statt die neuen Songs in Isolation zu schreiben, versammelte JOHN CRAIGIE eine Vielzahl an Musikern in einem Theater und vereinte so die verschiedensten Stile in seiner musikalischen Interpretation miteinander. Ein Konzert von JOHN CRAIGIE zu erleben ist ein absolutes Muss für alle Fans der Singer-Songwriter-Szene. Aber auch für Musikbegeisterte, die dem Genre bisher eher fern geblieben sind, bietet seine Musik einen tollen Einstieg. ER weiß mit wohl gewählten Texten und einer Musik, die tief in die Seele zu dringen vermag, seine Zuhörerschaft in seinen Bann zu ziehen.

 

Konzert: Philipp Bradatsch ( Indie / D )

Eintritt: Frei / Hut

01.01.24 - 20:00

TERMIN VERSCHOBEN

Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben

Philip Bradatsch ist wohl das Ungeheuerlichste, was die deutsche Indie-Szene in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Einer mit Attitüde, einer, der Haltung einnimmt. Zwar sind ihm aktuelle Hörgewohnheiten oder Playlists mitnichten egal, nur bedienen will er sie eben nicht. Stattdessen führt er sie mit kryptischen, dylanesken Versatzstücken vor, erschafft einen Sog aus Bildern, Räumen und Stimmen. Und überquert auch mal unverfroren die Wohlfühlgrenze. Dann haut er sie raus, die verwerflichen Gefühle, die so wahrhaftig sind, dass niemand sie zugeben mag. Nicht mal vor der Arroganz hat er Angst, und schon gar nicht vor der deutschen Sprache, wie er nun auf seinem neuen Album „Jesus von Haidhausen“ (Trikont, 13. März 2020) erstmalig eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Nach dem ersten Zusammenzucken denkt man, der traut sich was, aber sympathisches Understatement ist nicht Philip Bradatschs Sache. Hinterher ist man froh, mit manch unliebsamem Gefühl nicht alleine dazustehen. Und man ist beseelt von der musikalischen Fülle. Denn Philip Bradatsch wartet mit Überraschungen auf, seine Songs ziehen langsam herauf, beklemmen, bäumen sich wütend auf und lösen sich im nächsten Moment in wundervolle Harmonien auf. Zwischen düster-bedrohlichen Klangwelten plötzlich ein lakonischer Schmunzler, im dumpfen Weltschmerz auf einmal eine Zärtlichkeit, die einem warm ums Herz werden lässt. Und hinter ihm rumpeln, ächzen und rocken die fabelhaften Cola Rum Boys, dass es eine wahre Freude ist. Solo oder im Band-Kollektiv, am Ende ist Philip Bradatsch wohl das, was sich so lange niemand zu vermissen getraut hat: Rock’n’Roll.